Studie zur Wahrnehmung von Jugendkriminalität
Über die Studie
Die Studie erfasst gesellschaftliche Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der erneut aufgeflammten Debatte über Jugendkriminalität nach der Tötung des 16-jährigen Atlas Çağlayan in Istanbul durch ein gleichaltriges Kind. Die Ergebnisse zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung davon ausging, die Beteiligung von 14- bis 18-Jährigen an Körperverletzungen und ähnlichen Straftaten sei in den vorangegangenen zehn Jahren gestiegen.
Wichtigste Ergebnisse
- 87 % meinten, die Beteiligung von Kindern an Straftaten habe zugenommen: 67,7 % sagten „stark zugenommen“, 19,7 % „zugenommen“. 9,6 % hatten keine Meinung; weniger als 3 % gingen von einem Rückgang aus.
- Als Hauptgründe für das Abgleiten in die Kriminalität wurden Straflosigkeit oder geringe Strafen (63,2 %), die Verherrlichung von Straftaten und Tätern (53,1 %) sowie eine sinkende Bildungsqualität (36 %) genannt.
Methodik
Der Webartikel enthält keine Angaben zur Stichprobe oder zum Erhebungszeitraum. Die Untersuchung wurde im Rahmen der Meinungsforschung von Aksoy Araştırma durchgeführt.
Ertan Aksoys Einschätzung (Zusammenfassung)
Ertan Aksoy beschreibt das Problem als „ermutigte Unwissenheit“: Die Legitimierung von Straftaten und Tätern insbesondere in digitalen Medien schaffe ein erhebliches gesellschaftliches Risiko. So wie der Kampf gegen Drogen ohne die Unterbindung des Angebots erfolglos bleibe, müsse hier die Verherrlichung von Kriminalität verhindert werden.
Zugehörige Veröffentlichungen in Marketing Türkiye
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