Studie zu bipolarem Konsum und der schwindenden Mittelschicht
Über die Studie
Die unter der Leitung von Ertan Aksoy erstellte Analyse „Bipolarer Konsum und die schwindende Mittelschicht“ untersuchte, wie steigende Inflation die Gefühlslage und Konsumgewohnheiten der Gesellschaft auf den Kopf stellte, wie mittlere und obere Einkommensgruppen Verarmung empfanden und welches widersprüchliche („bipolare“) Konsumverhalten daraus entstand. Sie erschien in der Oktoberausgabe 2022; das Dossier „Schwindet die Mittelschicht?“ im November 2023 führte das Thema mit einer Einschätzung von Ertan Aksoy fort.
Wichtigste Ergebnisse
- Nur 6,3 % ordneten sich der oberen Mittelschicht oder der oberen Einkommensgruppe zu; 27 % sahen sich in der mittleren, 66,6 % in der unteren mittleren oder unteren Einkommensgruppe.
- Von den zur mittleren Einkommensschicht gehörenden Gruppen C1–C2 fühlten sich 21,5 % der untersten und 29,3 % der unteren Einkommensgruppe zugehörig. Selbst in der Gruppe A–B sahen sich nur 8,5 % in der oberen mittleren beziehungsweise oberen Gruppe; 13,2 % fühlten sich der untersten und 29,1 % der unteren Gruppe zugehörig.
- Die Mittelschicht wollte auf ihre Vorlieben nicht verzichten, die obere Mittelschicht fühlte sich ärmer denn je; in der „dritten Phase“ der Krise kamen zu den Armen des Landes verarmende mittlere und obere Einkommensgruppen hinzu. Der Anstieg beim Verkauf von Antidepressiva war ein weiterer Indikator dieses Bildes.
Methodik
Der Webartikel enthält keine Angaben zur Stichprobe.
Ertan Aksoys Einschätzung (Zusammenfassung)
Ertan Aksoy erklärt, dass jede Wirtschaftskrise in der Geschichte der Türkei ihren eigenen Schadensschwerpunkt gehabt habe; in dieser Krise konzentriere sich der Schaden auf die Mittelschicht, und verarmende obere mittlere Gruppen erlebten Verunsicherung beim Konsum.
Zugehörige Veröffentlichungen in Marketing Türkiye
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